DEFAULT : Kulturfahrt der Ernst-Eimer.Freunde
12.08.2026 08:38 (10 x gelesen)

Auf den Spuren von Ernst Eimer



Ganz im Zeichen des Künstlers stand die diesjährige Kulturfahrt der Ernst-Eimer-Freunde. Ziele der dreitägigen Busreise mit „Philippi-Reisen“ waren u.a. die E. Eimer Wirkungsstätten Darmstadt und Karlsruhe. Die erste Etappe führte auf die Mathildenhöhe in Darmstadt, wo der Maler von 1914 bis 1930 wohnte und viele seiner Kunstwerke entstanden sind. Hier war Ernst Eimer Mitglied der „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler“.  Seine Werke sind in vielen Ausstellungen in Darmstadt, aber auch in Stuttgart, München, Frankfurt oder Berlin, gezeigt worden. Vorstandsmitglied Joachim Horst berichtete ausführlich über die Zeit Ernst Eimers auf der Mathildenhöhe, wo er in unmittelbarer Nähe ein Atelier besaß und auch wohnte.

Beim Besuch des „Hochzeitsturms“ mit einem Vortrag zur Geschichte des Turms und dem Brauchtum des Hochzeitsbechers zeigten die Teilnehmer großes Interesse. Bei klarer Sicht konnte man nicht nur die Skyline von Frankfurt sehen, sondern der Blick reichte trotz Dunst bis in die Heimat der Teilnehmenden, den Vogelsberg.

Die Besichtigung der „Russischen Kapelle“ war aufgrund eines russisch-orthodoxen Feiertages nur eingeschränkt möglich. Die Kapelle ließ der letzte russische Zar
Nikolaus II. für seine Besuche in Darmstadt errichten. Dazu wurde Erde aus Russland an den Bauort gebracht, denn die Kapelle sollte auf „russischer Erde“ stehen. Seine Frau Zarin Alexandra Fjodorowna, geboren als Prinzessin Alix von Hessen Darmstadt, die Schwester des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen, war nämlich zum russisch- orthodoxen Glauben übergetreten.

Nun war es höchste Zeit für das traditionelle „Philippi-Busfrühstück“. Nicht, dass die Kulturreisenden vor lauter Hunger ihren Reisehunger verlieren. Die Hitze außerhalb des klimatisierten Reisebusses war schon herausfordernd genug.

Mit Speis und Trank gestärkt wurde das zweite Etappenziel, die Fächerstadt Karlsruhe, angesteuert. Bei der Stadtrundfahrt konnte die „Badische Akademie der bildenden Künste“, in der Ernst Eimer ab 1901 mehrere Jahre studiert hatte, nicht mehr besichtigt werden. Sie war im zweiten Weltkrieg zerstört worden. Auch sein damaliger Wohnsitz in der Bismarckstraße 9 war wegen zahlreicher Baustellen mit dem Bus leider nicht erreichbar.

Als letztes Tagesziel erreichte die Reisegruppe ihr 4-Sterne-Hotel in Kehl. Zimmer beziehen für zwei Nächte, sich ausruhen und für einige eine willkommene Abkühlung im Pool und erfrischende Getränke sorgten für etwas Erholung. Nach dem feinen Nachtessen präsentierte Manfred Wagner an beiden Abenden jeweils spannende filmische Rückblicke auf zurückliegende Vereinsereignisse, den Ausflug nach Donauwörth im Jahr 2024, das 10-jährige Jubiläum sowie Einblicke in die Vielfältigkeit der Vereinstätigkeit.

Der Besuch von Straßburg, einer sichtbar begrünten Stadt, bildete den nächsten Höhepunkt. Straßburg steht auch im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Das Besichtigungs- Motto lautete: „Straßburg zu Fuß, mit dem Bus und mit dem Boot“. So ergaben sich facettenreiche Einblicke in die geschichtliche, politische und kulturelle Europastadt Straßburg. Mit der Bootsfahrt auf dem Fluss ILL, vorbei an den schönen alten Fachwerkhäusern des Viertels „La Petite France“, zeigte sich ein besonders charmantes Flair dieser Stadt, dokumentiert auf vielen dauernd gezückten Handys.

Der dritte Reisetag brachte Erholung und Entspannung. Die Fahrt führte entlang der „Deutschen Weinstraße“ nach Bad Dürkheim-Ungstein. Im originellen historischen Kellergewölbe des Weingutes der Familie Wolf, ca. acht Meter unter Niveau, fand man nicht nur die nötige Abkühlung bei einer Weinprobe, sondern erhielt auch viele interessante Informationen über den Weinbau. Das anschließende Winzer-Grillbüfett im Weingarten sorgte für die nötige Stärkung vor der abschließenden Rückfahrt nach Groß-Eichen, dem Künstlerdorf am Rande des Vogelsbergs.– heute auch Sitz des Vereins.

Zum Schluss bedankte sich der erste Vorsitzende, Jörg Eimer, bei Christel und Manfred Wagner für die Organisation und Durchführung der Reise. Und er freute sich über spontane Zusagen von Neumitgliedern. Der Schluss-Applaus der 46 zufriedenen Teilnehmenden bezeugte Wertschätzung und Dank an die Verantwortlichen. Insbesondere galt dies auch dem Chauffeur Dirk, der den Reisebus souverän über Autobahnen und auch durch enge Gassen an der Weinstraße manövrierte. Weitere Kulturreisen dürfen folgen!



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